Kursbeschreibung
Diese Schulung vermittelt praxisnah die Grundlagen, rechtlichen Anforderungen und Berechnungsmethoden des hydraulischen Abgleichs – ein zentrales Element für die Effizienz moderner Heizsysteme, insbesondere bei der Nachrüstung mit Wärmepumpen.
Anhand eines Musterprojekts lernen die Teilnehmenden die raumweise Heizlastberechnung, die Auslegung von Heizflächen sowie die Dimensionierung und Einstellung der Heizungsanlage mit Hilfe gängiger Software. Ideal für Fachkräfte, Planer:innen und technische Berater:innen, die Heizungsanlagen im Bestand optimieren oder Wärmepumpen integrieren möchten.
Die Teilnehmenden lernen:
- Heizlastberechnung und Heizflächenauslegung auf Basis eines Beispielgebäudes
- Volumenstromberechnung und hydraulisches Verständnis für Bestandsanlagen
- Auswahl und Einstellung von Pumpen und Ventilen (dynamisch/statisch)
- Softwaregestützte Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
Zielgruppe
- Meister und Gesellen von SHK Betrieben
- Fachlich ausgebildete Unternehmensangehörige der Planungsbüro für technische Gebäudeausrüstung
- Energieberater:innen / bspw. unternehmensangehörige Gebäudeenergieberater des Handwerks
Dauer: 1 Tag (8 UE)
Format: Online
Abschluss: Zertifikat
Sprache: Deutsch
Berufsweg: SHK & Energieberatung
- SHK Geselle, Meister
- Gebäudeplaner:in,
- Energieberater:in
Programm & Lernziele
✅Lernziele:
· die relevanten Regelungen des GEG und der zugehörigen Verordnungen einordnen und anwenden
· die Anforderungen an förderfähige Schulungen anhand des Merkblatts benennen
· die technische Notwendigkeit des hydraulischen Abgleichs erläutern und typische Fehlermöglichkeiten erkennen – bei hydraulischer Weiche, mehreren Pumpen sowie Einrohr- und Zweirohrsystemen
· die Fachregel zur Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand sowie die DIN EN 12831:2017-09 und DIN/TS 12831-1:2020 anwenden
· die Verfahren A, B und T voneinander abgrenzen
✅Lernziele:
· eine Datenaufnahme durchführen und dabei den Heizungs-Check nach DIN SPEC 15378 sowie das vereinfachte und das vollständige Verfahren nach DIN EN/TS 12831 anwenden
· die Heizflächen auslegen und überprüfen und dabei die Einflussgrößen Wärmeübergabe, Systemtemperatur und Sperrzeiten berücksichtigen
· die verschiedenen Wärmeüberträger (Heizflächen) benennen, Herstellerunterlagen nutzen und die Norm-Wärmeleistung selbstständig in die Auslegungswärmeleistung umrechnen
· die Wärmeleistung unter Berücksichtigung der Systemtemperaturen ermitteln und beurteilen, ob und wieweit die Systemtemperaturen für den Einsatz einer Wärmepumpe abgesenkt werden können
· die Gebäudeheizlast über die Berechnung der einzelnen Raumheizlasten anhand eines Musterprojekts mit Software ermitteln und daraus die benötigte Wärmepumpenleistung festlegen
✅Lernziele:
· das Rohrnetz aufnehmen, die Grundlagen der Dimensionierung anwenden und erkennen, wo und wie Druckverluste entstehen
· die Auswirkungen des Rohrnetzes auf die Hydraulik und die Wasserverteilung beurteilen
· die Notwendigkeit von Regelventilen (>150 mbar) einschätzen sowie deren Funktionsweise, Aufbau und die Unterschiede zwischen druckabhängiger und druckunabhängiger Ausführung erläutern
· Aufbau und Funktionsweise statischer und dynamischer Thermostatventile beschreiben und die Voreinstellwerte ermitteln (Proportionalbereich xp, Hysterese, Ventilautorität)
· die Pumpe auslegen und einstellen und dabei das Pumpenverhalten sowie die Regelungsarten Δp-c, Δp-v, n-const und Autoadapt berücksichtigen
· weitere Möglichkeiten des Abgleichs und der hydraulischen Einregulierung benennen
· den Volumenstrom in Abhängigkeit von Heizlast und installierten Heizflächen berechnen und ein Strangschema anhand eines Musterprojekts mit Software erstellen
Unverbindliches Beratungsgespräch
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