Kursbeschreibung

Dieser praxisorientierte Kurs bietet eine umfassende Einführung in die Planung und den Einsatz von Wärmepumpen für die Gebäudesanierung. Innerhalb von 2 Tagen (16 UE) werden die Teilnehmer:innen in die grundlegenden und fortgeschrittenen Aspekte der Wärmepumpen-technologie und deren Anwendung im Bestand eingeführt. Der Kurs richtet sich an Fachleute, die sich mit der Integration von Wärmepumpen in bestehende Gebäude auseinandersetzen und diese effektiv planen möchten.

Die Teilnehmenden lernen:

  • Grundlagen der Wärmepumpentechnologie und ihrer Anwendung in Bestandsgebäuden
  • Berechnung der Heizlast und Auslegung der Wärmepumpe
  • Auswahl der passenden Wärmepumpe für Bestandsgebäude
  • Optimierung von Systemtemperaturen und Hydraulik
  • Integration von Solarenergie (Thermie, PV) in das System
  • Berechnung von Schall- und Lärmminderung
  • Dimensionierung und Einsatz von Pufferspeichern
  • Trinkwasser-erwärmungssysteme und Hygienekonzepte
  • Angebotserstellung und Inbetriebnahme von Wärmepumpensystemen
  • Nutzung von Software für die Planung und Berechnung von Wärmepumpensystemen

Zielgruppe

  • Meister und Gesellen von SHK Betrieben
  • Fachlich ausgebildete Unternehmensangehörige der Planungsbüro für technische Gebäudeausrüstung
  • Energieberater:innen / bspw. unternehmensangehörige Gebäudeenergieberater des Handwerks

Dauer: 2 Tage (16 UE)

Format: Online 

Abschluss: Zertifikat

Sprache: Deutsch

Berufsweg: SHK & Energieberatung

  • SHK Geselle, Meister
  • Gebäudeplaner:in,
  • Energieberater:in

Programm & Lernziele

Lernziele:

· die wichtigsten Fachbegriffe und Schaltbezeichnungen der Wärmepumpentechnik erläutern

· die Kennzahlen SPF, JAZ, COP, ETAs und SG-Ready korrekt voneinander abgrenzen und den jeweiligen Bilanzgrenzen zuordnen

· mögliche CO2-Emissionsminderungen im Vergleich zu einem Niedertemperatur-Kessel einschätzen

· die Verantwortlichkeiten bei Errichtung, Planung, Genehmigung, Betrieb und Wartung benennen (wer macht was, wer darf was)

· die wichtigsten Gesetze, Verordnungen und Normen einordnen, insbesondere Gebäudeenergiegesetz und DIN-VDE-Normen

· Genehmigungs- und Anzeigevoraussetzungen sowie -pflichten aus Bauordnung, Niederspannungsanschlussverordnung, Trinkwasser- und Grundwasserverordnung und TA Lärm beurteilen und Fachbetriebspflichten sowie Umweltaspekte berücksichtigen

· Netzanschlussbedingungen, intelligente Messsysteme und das Smart Meter Gateway beschreiben

✅Lernziele:

· den grundsätzlichen Aufbau und die Randbedingungen der verschiedenen Wärmepumpenarten und Wärmequellen – u. a. Erdreich und Abwasser – beschreiben und die Grundlagen der Auslegung anwenden

· eine Grundlagenermittlung am Gebäude durchführen, dabei Bestandsaufnahme, Hilfsmittel und Checklisten nutzen, die Wärmepumpeneignung des Gebäudes feststellen und die richtige Wärmepumpe auswählen

· den Einfluss der Nutzung und des Nutzungsverhaltens auf die Auslegung einschätzen

· die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken organisieren und den notwendigen Datenaustausch sicherstellen

· die Grundlagen des Schallschutzes anwenden, die Außenkomponenten sinnvoll auf dem Grundstück positionieren und den Schall nach TA Lärm und LAI-Leitfaden berechnen

· die Grundlagen der Kältemittel erläutern, die Folgen für die Aufstellung sowie mögliche Gefahren einschätzen (z. B. F-Gase, Kältekreiseingriffe), natürliche Kältemittel einordnen und den Arbeitsschutz berücksichtigen

✅Lernziele:

· den Einfluss der Wärmeübergabe und der Systemtemperatur auf die Anlageneffizienz beurteilen

· die benötigten Leistungen abschätzen und auslegen (Heizlast, Warmwasserlast, Vorlauftemperatur)

· den Einfluss von Sperrzeiten auf die Auslegung berücksichtigen

· die Systemtemperatur gezielt optimieren

· die Anlagenhydraulik unter Beachtung von Puffer, VDI 2035, Spreizung und Dämmung planen

· die Grundlagen der Kühlung erläutern

· bestehende Anlagenkomponenten im Retrofit ausbauen und nachrüsten

· die Nutzung von Solarenergie einbinden (Solarthermie, PV, PVT)

✅Lernziele:

· zentrale und dezentrale Konzepte der Trinkwassererwärmung voneinander abgrenzen und passend auswählen

· die Einflussfaktoren auf die Auslegung benennen und die Auslegung an einem Beispiel nachvollziehen

· verschiedene Systeme der Trinkwassererwärmung beschreiben und vergleichen

· die Anforderungen an die Trinkwasserhygiene und die Temperaturen im TW-System einordnen und geeignete technische Lösungen ableiten

✅Lernziele:

· die verschiedenen Betriebsweisen voneinander abgrenzen und passend auswählen (monoenergetisch, monovalent, fixed speed, leistungsgeregelt, bivalent)

· notwendige Aufschläge auf die Heizlast ermitteln und berücksichtigen

· den Einfluss des Heizstabes einschätzen und den Bivalenzpunkt sinnvoll festlegen

· die JAZ ermitteln

· Hybridsysteme inklusive Bivalenzpunkte und Kombinationsmöglichkeiten planen

· die gesetzlichen Anforderungen an die Warmwasseraufbereitung in Mehrfamilienhäusern anwenden

· Anlagen nach den 65-%-Anforderungen des GEG planen

Lernziele:

· die Funktionen eines Pufferspeichers im Wärmepumpensystem erläutern

· einen Pufferspeicher richtig dimensionieren

· die Grenzen der Wärmespeicherung einschätzen und daraus Konsequenzen für die Planung ableiten

Lernziele:

· Schallleistungs- und Schalldruckpegel voneinander abgrenzen und richtig anwenden

· den Beurteilungspegel in verschiedenen Einbausituationen berechnen

· Möglichkeiten des schallreduzierten Betriebs beurteilen und gezielt einsetzen

✅Lernziele:

· die notwendigen Schritte zur Inbetriebnahme am Gerät und am Heizungssystem durchführen

· den Betreiber fachgerecht unterweisen und die Übergabe dokumentieren (Inbetriebnahme- und Übergabeprotokoll)

✅Lernziele:

· die erforderlichen Inspektions- und Wartungstätigkeiten benennen und die einzelnen Wartungsschritte fachgerecht durchführen

· die Effizienz der Anlage überprüfen, die JAZ mit dem tatsächlichen Verbrauch vergleichen und die Aussagekraft dieses Vergleichs einschätzen

✅Lernziele:

· in einer Erstabschätzung beurteilen, ob ein Gebäude wärmepumpengeeignet ist

· eine Grundlagenermittlung durchführen und dabei die Besonderheiten im Bestand berücksichtigen

· die Lage des Außengeräts festlegen und die Sockelausführung planen

· das bestehende Heizungssystem gezielt optimieren

· die passende Wärmepumpe auswählen, insbesondere für den Bestand

· den Bivalenzpunkt und die JAZ ermitteln

· ein geeignetes Hydraulikschema auswählen

· die Anlage nach LAI schalltechnisch bewerten

· Ausdehnungsgefäß und Pumpe berechnen, den hydraulischen Abgleich durchführen und die Wasserbeschaffenheit prüfen

· die Planung vollständig dokumentieren

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